Eine kleine Statistik

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Getestete Weissbiere: 316
Brauereien: 217

Wir haben zuletzt getestet am 11.11.2017:

Das Weissbier: Maisacher Sedlmayr Weizen

Typ:

Hell

So haben wir getestet:

Flasche: 5,5,5,5,4,4

Farbe & Geruch: 9,9,8,8,8,8

Geschmack: 9,9,9,8,8,8

Nachgeschmack: 9,9,9,8,8,8

Und so kam es zu der Gesamtnote von:

8.2830

Unser Fazit:

Farbe und Geruch sehr gut und weißbiertypisch, voll und gut in Geschmack und Nachgeschmack!

AL

Die Brauerei: Maisach Sedlmayr

Beschreibung: (Quelle: http://www.brauerei-maisach.de)

Privatbrauerei Sedlmayr - Über 450 Jahre Brautradition

Die Brauerei Maisach kann auf eine lange Tradition der Braukunst zurückblicken. Seit 1556 wird hier Bier auf traditionelle und ursprüngliche Art hergestellt. Vor über 25 Jahren hat Martina Wieser-Sedlmayr die Leitung der Brauerei übernommen, die sich bereits seit vier Generationen im Besitz der Familie Sedlmayr befindet.
So kam die Brauerei in Besitz der Familie Sedlmayr
1906 wurde der Urgroßvater von Frau Wieser-Sedlmayr auf einer Zugfahrt Ohrenzeuge eines Verkaufsgesprächs über die Brauerei Maisach.
Kurzerhand zog er die Handbremse, sprang aus dem Zug und eilte zum damaligen Besitzer der Brauerei. Bevor die anderen Interessenten eintrafen, war der Kauf jedoch schon abgeschlossen.

Fünf gute Gründe für Maisacher Bier
Warum ist Maisacher Bier nur 5 Monate haltbar?
Um eine Mindesthaltbarkeit von über 6 Monaten zu erreichen, werden die Biere der Großbrauereien intensiv gefiltert und pasteurisiert beziehungsweise kurzzeiterhitzt. Durch diese Behandlungsmethode werden die vielen nachgewiesenen Inhaltsstoffe wie z.B. Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe stark reduziert. Nachdem die Biere der Brauerei Maisach nur regional verkauft werden, sind die intensiven Maßnahmen zur Verlängerung der Haltbarkeit nicht notwendig. Handwerklich gebrautes Bier ist daher frischer, aromatischer und wertvoller.
Was ist in Maisacher Bier eigentlich drin?
Das legt das Reinheitsgebot fest: Hopfen, Malz, Wasser und Hefe. Entscheidend ist aber die Qualität der Rohstoffe. Billige Braumalze oder Hopfensorten aus Frankreich oder den Ost-Ländern sind in Maisach tabu.
Die Brauerei Maisach verwendet nur Produkte aus neutral kontrolliertem Anbau der Region. Auf diese Weise werden die einheimischen Landwirte und Hopfenbauern unterstützt und die Transportwege kurz gehalten.
Was macht dunkle Biere dunkel?
Dunkles Bier wird "traditionell" in eigenen Brauvorgängen unter Verwendung spezieller Malzsorten hergestellt. Dabei erzeugen dunkle Malze nicht tiefdunkles, sondern eher rotbraunes Bier. Es gibt aber auch eine zeitsparendere Methode. Durch Zugabe von Farbebier wird ein helles Bier im Handumdrehen zu einem Dunklen. Damit lässt sich auch leicht eine beinahe schwarze Färbung herstellen. Dieses Verfahren wird von Brauereien verwendet, die eigene Sudvorgänge für zu aufwendig halten. Unser "Räuber Kneißl Dunkel" ist ein "echtes" Dunkles. Natürlich!
Ist Bierbrauen noch ein Handwerk?
Bei uns schon! Weil wir uns Zeit nehmen für unsere Biere. Für einen Sud benötigt man acht bis neun Stunden. Deshalb brauen wir maximal zwei Sude
pro Tag. So wird jeder Sud einzeln behandelt und kann jederzeit vom Braumeister beeinflusst werden. Industriebrauereien bringen es auf bis zu zwölf Sude pro Tag. Das ist zwar "effizienter", lässt aber eine "Betreuung" nur noch per Computer zu. Entsprechendes gilt für den Reifungsprozess. Was bei uns sechs Wochen dauert, wird in Großbrauereien oft auf 14 Tage komprimiert. Maisacher Bier ist also "handgebraut". Und das tut ihm gut.
Wie und warum werden Holzfässer gepicht?
Holzfässer müssen in bestimmten Abständen  gepicht werden. In der Regel kann ein neu gepichtes Fass vier- bis fünfmal befüllt werden, bevor eine frische Pechschicht eingebracht werden sollte. Diesen Vorgang nennt man Pichen und dient dazu, Holzporen und Fugen zu überdecken, aber auch um ein Austreiben der Kohlensäure zu verhindern. Mit so einer Harzbeschichtung ist eine glatte Oberfläche im Fass gewährleistet – es kann problemlos und hygienisch gereinigt werden.
Der Pichvorgang  unterteilt sich in zwei grundlegende Schritte: das Entpichen und das Bepichen. Dies geschieht bei Temperaturen zwischen 180 – 200°C. Das Entpichen dient zum Ausbringen des Altpechs aus dem Holzfass mit relativ hohen Temperaturen. Beim Bepichen verwendet man frisches Pech, welches ebenfalls bei Temperaturen ab 180°C im flüssigen Zustand mit Hilfe eines Pichbocks in die entpichten Fässer gespritzt wird. Das Brauerpech wird hauptsächlich aus Kiefern- und Lärchenharz gewonnen.
Das Pichen bedeutet einen großen technischen sowie personellen Aufwand, deshalb haben mittlerweile alle Brauereien das Pichen von Holzfässern eingestellt. Die Brauerei Maisach möchte dieses Handwerk nicht in Vergessenheit geraten lassen und deshalb die brauereieigene Picherei
weiterhin betreiben.

Der Räuber Kneißl
"D´ Woch´ fangt scho guat o..."
...das waren seine letzten Worte, bevor der Räuber Mathias Kneißl am 21. Februar 1902 mit der Guillotine hingerichtet wurde. Nachdem er wegen einer früheren, abgesessenen Zuchthausstrafe nicht mehr als Schreiner in Nußdorf arbeiten durfte, blieb Kneißl nichts anderes übrig, als sich mit Wilderei und Räuberei durchs Leben zu schlagen.
Schon zu Lebzeiten galt Kneißl als Volksheld. Das Volk, vor allem die Kleinbauern, sahen in seinem räuberischen Leben etwas Revolutionäres, ein Aufbegehren gegen die Willkür der Obrigkeit. Dank dem Rückhalt in der Bevölkerung konnte er eine ganze Kompanie von Gendarmen jahrelang an der Nase herumführen. Als zwei Gendarmen bei ihrer Hatz auf Mathias Kneißl erschossen wurden, setzte man eine ungewöhnlich hohe Belohnung auf seinen Kopf aus: 1000 Mark. Zum Vergleich: Eine Maß Bier kostete damals nur 13 Pfennige! Bei so viel Geld war der Verrat nicht weit – und so wurde Kneißl in Geisenhofen gestellt und niedergeschossen. Nachdem man ihn in München wieder „zusammengeflickt“ hatte, wurde er in Augsburg, nach einem abgelehnten Gnadengesuch, enthauptet. Daher der Spruch: „In Geisenhofen ham’s ihn zuagricht, in München hergricht und in Augsburg hingricht“.
Auch heute noch wird der in der Nähe von Maisach geborene Mathias Kneißl von der Bevölkerung zwischen Dachau und Maisach als „bayrischer Robin Hood“ verehrt. In Gedenken an den berühmt berüchtigten "Räuber Mathias Kneißl" brauen wir unser Räuber Kneißl Dunkel genau nach damaliger Rezeptur.

Maisacher Sedlmayr-Weizen - So schmeckt Bayern
Unsere obergärige Bierspezialität wird nach einer traditionsreichen bayrischen Rezeptur gebraut. Feinste Hefe und ausgewählte Malze verleihen dem Maisacher Weißbier seinen einmaligen vollmundigen Geschmack.



 

Link: http://www.brauerei-maisach.de