Eine kleine Statistik

Besucher: 256188
Getestete Weissbiere: 316
Brauereien: 217

Wir haben zuletzt getestet am 11.11.2017:

Das Weissbier: Bischoff Falkensteiner Ur-Schwarze

Typ:

Dunkel

So haben wir getestet:

Flasche: 4,5,6,6,7

Farbe & Geruch: 7,7,8,8,8

Geschmack: 7,7,8,8,8

Nachgeschmack: 6,7,7,8,8

Und so kam es zu der Gesamtnote von:

7.3800

Unser Fazit:

Es mangelt hier ein wenig an Spritzigkeit, dafür tritt das Malz süffig in den Vordergrund - homogen und urig - angenehm!

PW

Die Brauerei: Bischoff Privatbrauerei

Beschreibung: (Quelle: http://www.bischoff-bier.de)

natürlich, persönlich, pfälzisch

Historie

Christian Bischoff 1843-1887

Christian Bischoff verließ die väterliche Brauerei in Miesau, um sich in Winnweiler eine neue Existenz aufzubauen.
Nachdem er 1865 die Bürgerrechte erworben hatte, begann er eine inmitten Winnweilers gelegene Scheune, zu einem kleinen Brauereibetrieb umzubauen.
Christian Bischoff, der Ur-Großvater des jetzigen geschäftsführenden Inhabers, trug sich schon beim Kauf der Scheune mit dem Gedanken, bei gutgehenden Geschäften die Produktionsstätte nach außerhalb zu verlegen; denn – so berichtet die Chronik – schon in den Gründungsjahren ließ Christian Bischoff unter dem "Laisbühl" Keller anlegen. Diese Felsenkeller sind noch heute in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten und notwendige Teile der ausgedehnten Lagerkeller.
Im August 1866 wurde in der damaligen Braustätte – Jakobstraße 124 – das erste Bier mit Hilfe eines Göpelwerkes handwerksmäßig hergestellt. Am 7. Dezember desselben Jahres gelangte "Bischoff-Bier" erstmalig zum Ausschank.
Christian Bischoff sah sich in seinem Optimismus bestätigt, denn bis zum Jahre 1884 konnte nach und nach die gesamte Brauereianlage an die Imsbacher Straße verlegt werden.

Ludwig Christian Bischoff 1871-1907 und Richard Bischoff 1873-1916

1897 übernahmen zwei Söhne des Gründers, Ludwig Christian und Richard Bischoff, Brauerei und Mälzerei.
Nach den Vorstellungen der Brüder sollten zwei lebensfähige, voneinander unabhängige Betriebe entstehen. So erhielt Ludwig Christian die Brauerei und Richard die Mälzerei. Doch die Zukunftspläne der Brüder wurden durch den frühen Tod Ludwig Christians jäh zerstört.
Richard Bischoff ersteigerte 1907 die Brauerei, so dass sich seit dieser Zeit Brauerei und Mälzerei im Eigentum der Familie Richard Bischoff befinden.
Das Unternehmen nahm bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine normale Entwicklung. Da aber Richard Bischoff 1916 in jungen Jahren verstarb, geriet auch die Brauerei in diesen Krisenzeiten in arge Bedrängnis.
 
Herbert Bischoff und Kurt Bischoff

In dieser schweren Zeit übernahm Herbert Bischoff, als erst Siebzehnjähriger, die Leitung des Unternehmens. Seiner unternehmerischen Zielstrebigkeit ist es zu verdanken, dass es seit 1923 mit der Brauerei ständig aufwärts ging.
Ab 1926 unterstützte Kurt Bischoff seinen Bruder Herbert bei der Realisierung seiner Pläne. Die Interessen Kurt Bischoffs galten vor allem dem technischen Betrieb. Bald schon wurden die ersten neuen und größeren Maschinen eingebaut, Gär- und Lagerkeller vergrößert und die alten Flaschenabfüllanlagen wurden durch eine automatische ersetzt.
Nach Überwindung einiger Schwierigkeiten stieg die Absatzkurve der Brauerei Richard Bischoff wieder steil an. Es wurden große Investitionen durchgeführt: ein neues Büro, das  Kellereigebäude musste aufgestockt und die Lagerkapazität wesentlich erhöht werden.
Die wachsende Beliebtheit der "Bischoff-Biere" bestätigte die Brauerei in ihrem Grundsatz, dass das Beste an technischen Einrichtungen gerade gut genug ist, um den Kunden ein bekömmliches und hoch aromatisches Bier liefern zu können. Zwar vernichtet der Zweite Weltkrieg keine Produktionsanlagen, doch wurden durch Einberufung der meisten Mitarbeiter und der beiden Firmeninhaber zum Wehrdienst sowie durch den rückläufigen Absatz die Existenz der Brauerei erneut gefährdet.
Nach 1948 wurde der Brauerei wieder erlaubt, ein so genanntes "Friedensbier" zu brauen. Die Absatzentwicklung erlaubte, das Kellereigebäude beträchtlich zu vergrößern. Die stündliche Leistung der beiden Flaschenreinigungs- und Füllanlagen beträgt etwa 12.000 Flaschen pro Stunde.
Die Produktionsanlagen und die Verwaltungsgebäude wurden weiter vergrößert und modernisiert.
 
Dr. Horst Bischoff und Gerd Bischoff

Als vierte Bischoff-Generation übernahmen die Söhne von Herbert und Kurt die Leitung des Betriebes, Dr. Horst Bischoff und Gerd Bischoff als Braumeister. Die Anlagen der Brauerei wurden immer moderner. Viele Neuerungen künden vom hohen technischen Standard des heutigen Unternehmens. So die computergesteuerte Sudhaustechnik, die 14 riesigen Gärtanks, die vollautomatisch arbeiten und durch die geschlossene Gärung den Sauerstoff vom Bier fernhalten, die neue 2.500 m² große, stützenfrei konstruierte Voll- und Leerguthalle, die neue Fassbiertechnik. Die Anlage reinigt und füllt 120 Kegs pro Stunde, die Flaschenreinigungs- und Abfüllanlage hat ihre Leistung gegenüber den sechziger Jahren verdoppelt und bewältigt nun 24.000 Flaschen in einer Stunde und zeugt von stetiger Verbesserung und Erweiterung.
 
Dr. Sven Bischoff und Dr. Erik Bischoff

Seit Christian Bischoff 1866 das erste Bischoff-Bier in einer Scheune in Winnweiler braute, hat sich viel geändert.
Heute führt Dr. Sven Bischoff die kaufmännischen Geschicke des Unternehmens, während sein Bruder Dr. Erik Bischoff bis 2008 als Produktionsleiter über die einmalige Qualität der Bischoff-Biere wachte. So wurde bei Bischoff die gute alte Braukunst mittlerweile in der fünften Generation weitergegeben. Seit 2009 führt Dr. Sven Bischoff das Familienunternehmen alleine weiter.
Natürlich haben wir im Laufe der Jahre unsere Produktionsanlagen modernen Anforderungen angepasst und unser Biersortiment auf 20 Sorten erweitert. Eines jedoch ist geblieben: Bischoff war und ist ein reines Familienunternehmen.
Der Name Bischoff steht für persönliche Betreuung und individuelle Beratung: "Man kennt und schätzt sich."

Brauvorgang

Bevor wir mit dem eigentlichen Brauprozess beginnen, widmen wir uns erst einmal etwas genauer den vier Zutaten.

Wasser
Das Brauwasser ist der Hauptbestandteil unseres Bieres. Zu mehr als 90 % besteht Bier aus diesem natürlichen Rohstoff. Die Qualität des Wassers, welches aus eigenen Brunnen rund um die Brauerei Bischoff gewonnen wird, hat einen entscheidenden Einfluss auf die Bierqualität.
Malz
Ob ein Bier blond, braun, schwarz oder bernsteinfarben ist, süßlich oder würzig wird, das hängt vom Braumalz ab, welches dem Bier seine Geschmacksfülle und seine Farbe verleiht.
In der Mälzerei werden die Getreidekörner, vor allem Gerste und Weizen, durch Wasserzugabe zum Keimen gebracht und danach "gedarrt" (getrocknet). Mit diesem Malz wird in der Brauerei ein Sud angesetzt.
Das Malz für unsere Bischoff-Biere wird zu über 95 % aus der Region bezogen.
Hopfen
Der Hopfen, der als "Seele des Bieres" gilt, verleiht dem Bier sein spezifisches Aroma und seinen typischen herben Geschmack. Auch die typische Schaumkrone verdanken wir unter anderem dem Hopfen, der auch die Haltbarkeit des Bieres erhöht – ganz natürlich und ohne chemische Zusätze! Wir beziehen unseren Hopfen aus der Hallertau, dem größten geschlossenen Hopfenanbaugebiet der Welt und aus Tettnang.
Hefe
In unserer eigenen Hefe-Einzuchtanlage, "liebevoll Kindergarten" genannt,  werden zwei Hefestämme, eine obergärige für die Weizenbiere und eine untergärige für alle anderen Sorten, gehegt und gepflegt. Die Hefe wandelt den Malzzucker der Bierwürze in Alkohol und in Kohlensäure um. Ohne diese kleinen Helfer würde kein Bier entstehen.
Brauvorgang
Im ersten Produktionsschritt wird das Malz in einer speziellen Schrotmühle gemahlen. Pro Sud benötigt die Brauerei 2 Tonnen Malzschrot. Welchen Typus ein Bier hat, wird vom Malz entschieden geprägt, so Herr Betzl: „Das Malz bestimmt Farbe, Geschmack und Charakter des Bieres.“
Im Maischbottich werden Malzschrot und Brauwasser zur Maische vermischt und dann beginnend von 50 Grad Celsius auf verschiedene Temperaturstufen hoch erhitzt. Je nach Biersorte werden die einzelnen Temperaturstufen unterschiedlich lange gehalten. Dabei wandeln die natürlichen Enzyme des Malzes wasserunlösliche Stärke in löslichen Malzzucker um. Während dieser Phase gehen wichtige Malzinhaltsstoffe des Malzes in Lösung.
Die Maische gelangt nun in den Läuterbottich. Hier hilft die "Spelze" (Umhüllung des Gerstenkorns), die Würze, das ist der flüssige Bestandteil der Maische, vom Treber, dem festen Bestandteil, zu trennen. Beim anschließenden "Anschwänzen" wird der Treber erneut mit Wasser ausgesüßt und so der Restzucker entnommen. Der kommt ebenfalls in die Würze – der nährstoffreiche Malztreber wird nicht entsorgt, sondern als Viehfutter an die angrenzenden landwirtschaftlichen Betriebe abgegeben.
Weiter geht es in der Würzpfanne. In dieser Produktionsstufe wird der Hopfen gegeben. Hier wird die Würze normalerweise auf 100 Grad Celsius erhitzt und gekocht. „Seit 2008 benutzen wir unseren "SchoKo", erklärt Braumeister Falko Betzl. Der "SchoKo" ist ein Schonkocher, bei dem die Brauerei Bischoff die Würze nicht kocht, sondern nach einer einstündigen Heißhaltezeit bei 98 Grad wird das überschüssige Wasser im Unterdruck eingedampft, jedoch die Würze geschont, was dem Bier zugutekommt und 20 % Energie eingespart.
Anschließend darf die Flüssigkeit in den Whirlpool: Verbliebene Trübstoffe sammeln sich hier durch die Drehung in der Mitte des Gefäßes und die blanke Würze wird von oben abgepumpt und auf Anstelltemperatur, d.h. Mischtemperatur Würze-Hefe, abgekühlt. Bis zu achteinhalb Stunden dauert dieser komplette Vorgang im Sudhaus.
Um die Gärung in Gang zu setzen, folgt jetzt der Einsatz der Hefe. Die Hefe wandelt innerhalb einer Woche den in der Würze gelösten Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure um. Diesen Vorgang nennt man Hauptgärung.
„Unser so genanntes "Jungbier" reift danach bei Gärtemperatur, welche ich an dieser Stelle nicht verrate, noch ca. 1 Woche; dabei werden unedle Aromastoffe ausgetrieben“, erläutert Braumeister Falko Betzl. Anschließendes Abkühlen auf  0 Grad Celsius und 4-wöchige Lagerung, bei der sich die Kohlensäure im Bier bindet, die Hefe und auch Eiweißpartikel absetzen. Das Ergebnis: Das Bier wird klarer.
Erst jetzt wird das Bischoff-Bier für die Abfüllung vorbereitet, die Filtration. Hierbei werden letzte Hefeteilchen, die sich noch in der Schwebe befinden und weitere unerwünschte Trübstoffe ganz herausgefiltert. Die Bischoff-Biere, welche ungefiltert zum Kunden gehen, z. B. das Christian Bischoff Kellerbier oder das Falkensteiner Ur-Weisse bleiben naturtrüb und werden direkt abgefüllt.
Ein letzter prüfender Blick von Braumeister Falko Betzl auf das goldgelb schimmernde Endprodukt. Jahrhundertealte Brautradition in Zeiten modernster Lebensmitteltechnik, höchste Produktansprüche, effizientes Arbeiten, gestiegene Energie- und Rohstoffpreise – all das fordert den Braumeister der Privatbrauerei Bischoff täglich heraus.
Doch was ist das besondere am Bischoff Bier? Falko Betzl: „Nicht nur 6 Wochen Gärung, Reifung und Lagerung, sondern auch hohe Qualitätsansprüche und respektvoller Umgang mit unseren natürlichen Zutaten für das perfekte Bischoff-Bier.“

Naturschutz


Seit vielen Jahren schon engagiert sich die Privatbrauerei Bischoff für den Naturschutz. Als Brauer haben wir ein besonderes Verhältnis zur Natur. Sie liefert die Rohstoffe für unser Bier und ist uns dadurch ein unersetzlicher Partner. Den Schutz der Natur haben wir deshalb zu einer unserer wichtigsten Aufgaben erklärt.
1984 wurde aus diesem Anlass der Bischoff-Fond "Natur ist Leben" gegründet: eine Einrichtung, die seither unter dem Motto "Von der Natur leben – für die Natur leben" unterschiedliche Naturschutz-Objekte fördert und finanziell unterstützt.
"Zukunft pflanzen" ist eines unserer ambitioniertesten und erfolgreichsten Umweltprojekte.

Der Pfälzer Wald ohne Bäume – das wäre wie die Pfalz ohne Bischoff-Bier.

Die Privatbrauerei Bischoff startete mit dem Forstamt Otterberg 2004 die Aktion "Zukunft pflanzen" mit dem Ziel, dem Pfälzer Wald in diesem Jahr
5000 Bäume zu schenken. Über eine Deckel-Sammelaktion  konnten die Bischoff-Bierliebhaber dabei mithelfen. In jedem Deckel, in dem sich ein Baum-Symbol versteckte und der an die Brauerei geschickt wurde,
spendete Bischoff einen Baum.
Auch die Aktion "6 Hüttenwandern – Wandern für den Pfälzer Wald" war erfolgreich. Hierbei wurden alle Natur- und Bischoff-Freunde eingeladen, bei der Hüttentour per pedes oder Fahrrad sechs verschiedene Hütten zu besuchen. Beim Einkehren in die jeweilige Hütte bekam jeder Teilnehmer einen Hüttenpass, auf dem die einzelnen Hütten abgestempelt wurden. Jeder Stempel bedeutete ein neues Bäumchen für den "Bischoff-Wald". Hierbei kamen ca. 1.000 Bäume zusammen.
Im WM-Jahr 2006 wurden bis zu 1.000 Bäume neu gepflanzt. Unter der Aktion "Waldmeisterschaften am Schorlenberg" wurde eine Art Highländer-Wettkampf ausgerufen. Unter anderem gab es Bierfässer rollen, Bogenschießen, Baumstamm weit werfen, Wasserkellenspiel und vieles mehr. Das Startgeld von jedem Teilnehmer wurde von der Privatbrauerei Bischoff gedoppelt und zur Erweiterung des Waldes bei Olsbrücken  gespendet.
Bis heute wurden insgesamt 10.000 neue Bäume gepflanzt.

Produkte
Die Privatbrauerei Bischoff verfügt über ein Vollsortiment von 16 Sorten. Vom klassischen Premium Pilsener über natürtrüben Spezialitäten, Starkbieren bis hin zu den Biermischgetränken, ist für jeden Geschmack etwas dabei. Schauen Sie doch mal rein.
Nicht nur beste Zutaten und eine besondere Qualität zeichnen unsere Biere aus. Unter unseren „besonderen“ Bierspezialitäten finden Sie Biere mit einer echten Geschichte. Zum Beispiel unser Christian Bischoff-Kellerbier, welches unserem Gründer gewidmet ist oder das Fritz Walter-Bier, welches exklusiv 2006 pünktlich zur Weltmeisterschaft in Deutschland und hier in Kaiserslautern, nur ein Katzensprung von Winnweiler entfernt, gebraut wurde. Lassen Sie sich von unseren geschichtsträchtigen Bieren überraschen.

Unsere Weizenbiere schätzt man vor allem wegen des unverwechselbaren Weizenaromas, dem schwachen Hopfengeschmack und der Kohlensäure, die für reichlichen Schaum sorgt und herrlich erfrischt!

Falkensteiner Ur-Schwarze

Ein „schwarzes Hefeweizen“ mit einer leichten Hopfenblume. Es wird aus ca. 70 % Weizenmalz in der Schüttung (helle und dunkle Sorten) und ca. 30 % hellem Gerstenmalz gebraut. Die Farbe stammt vom Einsatz der dunklen Röstmalze, welche, statt fruchtiger Eindrücke wie beim Ur-Weisse, einen röstmalzaromatischen Charakter hinterlassen.
Art: trübes, obergäriges Vollbier | Stammwürze: 12 %p | Alkoholgehalt: 5,2 % vol
Bittereinheiten: 11 BE | Farbe: bräunlich, dunkel mit einer leichten Trübung


 

Link: http://www.bischoff-bier.de