Eine kleine Statistik

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Getestete Weissbiere: 316
Brauereien: 217

Wir haben zuletzt getestet am 11.11.2017:

Das Weissbier: Pyraser Angerwirts Weizen

Typ:

Hell

So haben wir getestet:

Flasche: 6,6,8,8,9,9

Farbe & Geruch: 3,5,7,7,7,8

Geschmack: 1,5,6,7,7,7

Nachgeschmack: 1,4,5,6,6,6

Und so kam es zu der Gesamtnote von:

5.4600

Unser Fazit:

Es ist ein irgendwie anstrengedes Weißbier in einer sehr eigenen Aufmachung - Schraubverschluss findet man nicht oft! Da bleibt nicht viel zu sagen, denn mehr als das Dümpeln im Mittelfeld kommt nicht in Frage. Und einer von uns fand es richtig schlimm!

Die Brauerei: Pyraser Landbrauerei

Beschreibung: (Quelle: http://www.pyraser.de)

Die Familienbrauerei

Seit 2009 wird die Pyraser Brauerei von Marlies Bernreuther geführt, die damals, mit 31 Jahren, Deutschlands jüngste Brauerei-Inhaberin war. Vierzig Jahre lang hat zuvor ihr Vater Georg die Linien vorgegeben. Mit 19 ließ er sich von der Bundeswehr befreien, denn sein Vater war überraschend verstorben.
Auch Marlies Urgroßmutter Kunigunde Bernreuther musste ins eiskalte Brauwasser springen, als ihr Mann plötzlich verstarb.
Ärmel hochkrempeln und Durchstarten, das ist die Bernreuther Art, ob Frau oder Mann. Ein Familienerbe sind auch diese Eigenschaften, die man der jungen Chefin überall nachsagt: „Ein messerscharfer Verstand und eine gesunde Menschenkenntnis“.
Marlies Bernreuther wiederum zählt schon jetzt auf Marc, Maya und Julius, ihre Kinder. Ob auch eines von ihnen – ganz die Mama – bereits mit vier Jahren sagte: „Gell Mama, ich krieg‘ mal die Brauerei?“
Das Familienprinzip scheint übrigens „ansteckend“: Der junge Braumeister Achim Sauerhammer folgt dem Vater Helmut Sauerhammer, der wiederum seit 2001 verantwortlicher Braumeister für die Pyraser Biere ist.
Seit 2009 teilen sie sich die Aufgabe.  Es gibt außerdem Kunden, deren Familie nachweislich seit 140 Jahren Pyraser Biere bezieht. Das nennt man dann eben Familienbrauerei nach Pyraser Art.

Es gibt viel zu erzählen, am besten bei einem guten Pyraser Bier.

1649 - Im Jahr 1649 am Ende des Dreißigjährigen Krieges verlässt der Brauer und Mälzer Hanns Bernreuther seine Heimat in Oberösterreich und wandert als evangelischer Glaubensflüchtling aus. Ein Jahr später erwirbt er im fränkischen Offenbau eine Brauerei mit Landwirtschaft. Von zehn Kindern gründen acht selbst Gaststätten, Brauereien oder heiraten in Brauereien ein.
1674 - So auch sein Sohn Veit Ulrich Bernreuther, der 1674 im benachbarten Eysölden die Brauerei mit Gastwirtschaft "Zum schwarzen Bären" erwirbt. Dessen Sohn wiederum, Johann Adam Bernreuther, kauft 1749 im Alter von nur 21 Jahren den Bauernhof mit Gastwirtschaft "Zum Angerwirt" in Pyras. Der Hausname "Angerwirt" für das Stammhaus der Brauerfamilie Bernreuther hat sich bis auf den heutigen Tag erhalten: das Angerwirtsweizen erinnert daran.
1870 - Die Gründung der Pyraser Landbrauerei ist einem Schmetterling zu verdanken: Lymantria monacha, der Nonnenfalter. Der gefährliche Forstschädling hatte sich um 1865 in den fränkischen Wäldern massenhaft vermehrt. Auch Adam Bernreuther, der "Angerwirt", war einer der Betroffenen. Der größte Teil seiner kahlgefressenen Bäume musste der Axt zum Opfer fallen. Natürlich versuchte er, das geschlagene Holz an den Mann zu bringen. Aber - es gab einfach zu viel davon. Nicht einmal sein Bierlieferant wollte es. Darüber wurde der Angerwirt so grantig, dass er sich eine eigene Brauerei baute. 1870 wurde das erste Mal mit Pyraser Bier angestoßen.
1902 - Kunigunde Bernreuther - Als achtes von zehn Kindern des Bauern Philipp Schmidt aus Eschenau wird sie vom fortschrittlichen Vater schon bald in ein führendes Nürnberger Hotel in Ausbildung gegeben, wo sie das Kochen und in einer Frauenschule die Hauswirtschaft erlernt.
Mit 22 Jahren heiratet sie 1902 den Guts- und Brauereibesitzer Georg Bernreuther und leitet von da an 44 Jahre die große Hauswirtschaft und bis zur offiziellen Schließung 1940 die bekannte Brauereigaststätte „Angerwirt“. In den einfachen Haushalt bringt sie schnell Fortschritt und Kultur: der offene Rauchfang weicht einem riesigen Küchenherd, die Küche wird gefliest und Warmwasser vom benachbarten Sudhaus hergeführt. Als Delikatesse gerühmt wird ihr Emmentaler, den sie per Bahnstation Steindl aus dem Allgäu bezieht. Sparsam, klug und gastfreundlich ist sie ein Leben lang und hält mit ihrem Wirken in Haus, Hof und Buchhaltung ihrem ungemein unternehmerischen Mann den Rücken frei.
Von ihren fünf Kindern überlebt sie nur die Tochter Kuni, die 1932 den Bierbrauer Rudolf Schäff aus Treuchtlingen heiratet. Käthchen stirbt 1909 dreijährig an Diphterie, Schorsch 1928 mit 23 Jahren an einer Blutkrankheit und Oskar fällt im Januar 1943 bei Orel in Russland. Auch den ältesten Sohn Friedrich verliert sie 1969 durch Selbstmord nach langer Krankheit.
Je mehr sich ihr Mann krankheitsbedingt aus dem Geschäft zurückzieht, desto umfassender werden ihre Pflichten. Nach seinem Tod 1936 führt sie Gut und Brauerei bis zur Übergabe an den Sohn Friedrich 1948 gemeinsam mit diesem.
1908 - Der starke Wille zum Fortschritt und Innovationsfreudigkeit prägen auch die weitere Familienchronik. Sohn Johann Georg Bernreuther zeichnet 1908 für ein Kesselhaus mit Dampfmaschine und Generator verantwortlich. Damit wird bis 1935 auch das Dorf mit Strom versorgt.
1910 - Lange vor dem 1. Weltkrieg kommen die ersten LKWs zum Einsatz, die auch weiter entfernte Kunden beliefern. 1910 bis 1913 werden die riesigen, kühlen Naturfelsenkeller in Handarbeit aus dem Sandstein gemeißelt. Der Gutsbetrieb ist inzwischen auf 400 Tagwerk angewachsen. Die Lieferung von Schafen nach Frankreich und Mastbullen an die Metzger in weitem Umkreis machen Johann Georg Bernreuther zu einem bekannten und geachteten Mann.
1920 - Eugenie Bernreuther in Spanien aufgewachsen - und doch eine waschechte Schwäbin: der aus Lauingen/Donau stammende Brauersohn Josef Stegmüller übernimmt nach seiner Ausbildung in der Doemens-Schule eine Anstellung als 2. Braumeister in der Brauerei „El Aguilla“ Madrid.
In Toledo/Spanien heiratet er 1918 die Lauinger Brauerstochter Anna Steppich. 1920 kommt die einzige Tochter zur Welt. 1926 wird der Vater 1.Braumeister und bald technischer Leiter der Brauerei „La Zaragozana“ in Saragossa, wo sie die Schule der deutschen Kolonie besucht.
Der Bürgerkrieg von 1936-39 wütet direkt vor ihrer Haustür: keine 6 km entfernt liegt der oft beschossene Flugplatz der deutschen „Legion Condor“, die den Diktator Franco stützen sollte. Die Eltern schicken sie deshalb nach Immenstadt/Allgäu, wo sie 1938 ihren Schulabschluß macht und sich anschließend freiwillig zum Arbeitsdienst meldet. Die freie Zeit verbringt sie bei ihrer Tante Anni Stegmüller, die in Lauingen ein Cafe führt. Als der Vater sich unter dem Druck der Kriegswirren 1942 entschließt, auf Vermittlung seines Bruders als Braumeister nach Pyras und damit „heim ins Reich“ zu gehen, ist sie beim Ernteeinsatz in Lodz/Polen.
Das kleine Dorf ist für das weitgereiste Stadtmädel zunächst wenig begeisternd und auch für den Vater, der modernste Technik gewohnt war, fehlt die rechte Herausforderung. Zur Vermeidung des Einsatzes in der Munitionsfabrik in Schwabach wird sie für den Gutsbetrieb dienstverpflichtet, wo sie mit Dutzenden von HJ-Kindern, Gefangenen aus Paris und Zwangsarbeitern aus der Ukraine und Polen unter dem langjährigen Verwalter Trommer arbeitet.
Im Februar 1946 heiratet sie Friedrich Bernreuther, den seine Mutter drängt, die Verantwortung für Gut und Brauerei von ihren Schultern zu nehmen. Fünf Kindern schenkt sie das Leben, von denen zwei bei Unfällen sterben: der dreijährige Fritz I verbrüht sich 1955 in einem Topf kochender Milch und der  20-jährige Fritz II kommt 1976 bei einem Autounfall ums Leben.
Nach dem Tod ihres Mannes 1969 übernimmt sie die Leitung von Gut und Brauerei bis zur Übernahme der Geschäftsleitung durch ihren Sohn Georg 1976.
1950 - Dr. Dr. Friedrich Bernreuther führt die Brauerei aus der Nachkriegszeit in die Gegenwart. Der große Gutsbetrieb wird ein Musterbetrieb für fortschrittliche Tierhaltung. Er engagiert sich in der Kommunalpolitik und beeinflusst maßgeblich den Aufbau des Landkreises mit Schulen, Krankenhäusern und Straßen.
1970-2010 – Georg Bernreuther in Schondorf am Ammersee und Neumarkt besucht er das Gymnasium und macht 1969 sein Abitur. Nach dem Unfalltod des Vaters 1969 wird er vom Wehrdienst freigestellt und studiert in Nürnberg Betriebswirtschaft. In den Ferien absolviert er diverse Praktikas in befreundeten Brauereien. 1974 schließt er das Studium als Diplomkaufmann ab.
Mit 26 Jahren übernimmt er 1976 als Geschäftsführer die Leitung der Brauerei, die ihm 1986 von seiner Mutter übertragen wird. 1976 heiratet er Brigitte Wießmeier aus Nürnberg, die vier Kindern das Leben schenkt. Zusammen mit Braumeister Erwin Czeschka beginnt eine umfassende Erneuerung der Brauerei. So baut er 1973 eine vollbiologische Betriebskläranlage, an die 1999 auch der Ort Pyras angeschlossen wird.
Weitere Neubauten folgen: 1974 das Sudhaus, 1978 der Gärkeller, 1981 die Vollguthalle und 1983 die nunmehr oberirdischen Lagerkeller. Die Verdoppelung des Bierausstoßes in den Jahren 1989-1994 (Kooperation mit Thüringer Brauerei und Einführung des Schraubverschlusses für Bier) bedingen 1994 die Erweiterung des Gärkellers und der Vollguthalle sowie 1998 den Neubau einer innovativen Flaschenfüllanlage (24.000 Flaschen/Stunde).
Eine europaweit einmalige Energieversorgung mit Deponiegas (1990) und eine Eindampfanlage für Deponiesickerwasser (1994) tragen zur Wirtschaftlichkeit des Unternehmens bei. Fünfzig Mitarbeitern erzeugen oder vertreiben 2001 rund 120.000 hl Getränke für 150 Wirte und 400 Händler.
Eine Brunnenbohrung mit 105 Metern hinter der Brauerei erhält 1999 die Anerkennung als 1. Mineralbrunnen im Landkreis Roth. Der Vertrieb der „Waldquelle“ wird im April 2000 mit großem Erfolg aufgenommen. Die Produktion von alkoholfreien Getränken wird damit zum wichtigen zweiten Standbein des Betriebes.
Marlies Bernreuther übernimmt zum 1. Januar 2010 die Brauerei aus den vertrauensvollen Händen ihres Vaters und wird somit zur jüngsten Brauereibesitzerin Bayerns. Nachdem sie schon 1995 ihre Ausbildung im eigenen Betrieb absolvierte und seit 2006 in der Geschäftsleitung war, ist sie bestens gerüstet für diese herausfordernde Aufgabe.
Heute - beschäftigt die Brauerei in Teil- oder Vollzeit 85 Mitarbeiter und liefert rund 60 km rund um Pyras eine breite Palette hervorragender Getränke an Gaststätten und Getränkemärkte. Vor allem das Feiern in der Region wird mit Pyraser immer beliebter! Wohl bekomms!

Bier brauen: Wie geht das ?

Bierbrauen ist eine handwerkliche Kunst, die in ihren Ursprüngen Tausende Jahre alt ist. Schon im 16. Jahrhundert braute man nach dem Reinheitsgebot von 1516. Das älteste Lebensmittelgesetz der Welt legt fest, dass Bier nur aus Malz, Hopfen und Wasser und damit gänzlich ohne weitere Zusätze gebraut werden darf.
Das Mälzen - Mälzereien in der Region verarbeiten die Pyraser Braugerste zu Malz. Dazu wird sie befeuchtet (Weichen) und so zum Keimen gebracht. Natürliche Enzyme bilden sich, die später beim Brauprozess das Gerstenmehl (Stärke) in Malzzucker umwandeln. Nach wenigen Tagen werden die kleinen Keime durch Trocknen (Darren) abgetrennt. Sie sind ein wertvolles Futtermittel. Bei niedrigen Darrtemperaturen entsteht helles Malz, bei hohen dunkles Malz. Die Malzfarbe entscheidet über die spätere Bierfarbe und den Geschmack.
Im Sudhaus - Hier wird das Braumalz geschrotet und mit warmem Brauwasser vermischt (Maischen). Für einen Liter Bier braucht man etwa je nach Sorte zwischen 100 und 200 Gramm Malz. Das Felsquellwasser aus den drei eigenen Tiefbrunnen ist ohne Aufbereitung zum Bierbrauen geeignet! Auf diese Besonderheit sind die Pyraser sehr stolz.
Die Maische wird schrittweise erwärmt. Dabei wandelt sich die unlösliche Stärke mit Hilfe der natürlichen Enzyme in löslichen Malzzucker. Im Läuterbottich mit seinem Siebboden wird anschließend die Malzzuckerlösung (Würze) abgetrennt (Abläutern) und fließt in die Sudpfanne. Die zurückbleibenden Kornreste (Treber) sind hochwertige Futtermittel für die Landwirtschaft.
Die Würze wird in der Sudpfanne auf den gewünschten Stammwürzegehalt (Grad Plato = % Malzzucker) eingekocht. Ein Vakuumverfahren hilft hier, Energie zu sparen. Für das angenehm bittere Aroma wird eine kleine Menge Hopfen (etwa 1 Gramm pro Liter) mitgekocht.
Den Hopfen für Pyraser Bier erzeugen Hopfenbauern in der Nachbarschaft. Für das Hopfenpflückerpils kommt der Hopfen aus dem kleinen Schauhopfengarten der Brauerei, der Ende August nach alter Tradition von fleißigen Händen gepflückt wird.
Nach dem Kochen wird die Würze in den Whirlpool gepumpt (Ausschlagen). Dort setzen sich Hopfen- und Eiweißreste ab. Danach wird die Würze über einen Wärmetauscher mit kaltem Brauwasser abgekühlt, das dabei zur Energiesparung vorgewärmt wird.
Gärung und Reifung - Eine spezielle Reinzuchthefe wird der abgekühlten Würze zugegeben. In großen Tanks gärt sie bei Temperaturen zwischen 10°C (untergärige Biere) und 20°C (obergärige Biere). Untergärige Hefe setzt sich nach Abschluss der Gärung unten ab, obergärige schwimmt oben auf dem Jungbier. Überschüssige Bierhefe ist ein wichtiges eiweiß- und vitaminhaltiges Futtermittel.
Innerhalb weniger Tage entsteht aus dem Malzzucker Alkohol und Kohlensäure. Bei 12%iger Würze sind das rund 5% Alkohol. Das Jungbier reift anschließend für zwei bis drei Wochen bei -2°C (Kaltreifung). Dies ist das natürlichste und schonendste Reifungsverfahren, weil dabei auf künstliche Hilfsmittel zur Filtration verzichtet wird.
Die Hälfte der Pyraser Biere kommt unfiltriert auf den Tisch. Einige Sorten werden mit einer Zentrifuge vorgeklärt und besonders schonend gefiltert. Nur so bleibt der volle, abgerundete Geschmack erhalten.
Abfüllung - 24.000 Flaschen je Stunde werden in der Abfüllanlage entschraubt, gereinigt und wieder gefüllt. Aus Pyras kommen keine Einwegflaschen. Das schont die Umwelt, denn jede Pyraser Individualflasche kommt rund 50 Mal zur Wiederbefüllung in die Brauerei zurück! Die Drehverschlüsse aus Aluminium werden eingeschmolzen und sind wertvoller Rohstoff.
In Edelstahlfässer mit 20, 30 und 50 Liter werden nur noch knapp 20% des Bierausstoßes abgefüllt. Die schwere Arbeit mit den Fässern übernimmt hier ein Roboter.

Jetzt wird’s bierosophisch!

Wir wollen darüber reden, was Bierkenner den „Stil des Bieres“ nennen.
Im Grunde erscheint es ja einfach: Hopfen, Wasser, Malz, Hefe  – mehr darf nicht, mehr soll nicht ins Bier. Doch dann kommt die Braukunst dazu, die Qualität des Wassers und der Grundstoffe und so entstehen so grundverschiedene Biere wie Pilsener, Imperial Pale Ale oder dunkles Hefeweizen…
Es klingt poetisch, wenn man von den „sensorischen Eigenschaften“ des Biers spricht. Doch es ist eine Wissenschaft für sich, den Bierstil zu bestimmen. Stammwürze, Alkoholgehalt, Farbe und Bittere – das sind die Kriterien, die Experten heranziehen, um ein Bier zu beschreiben.
Beim World Beer Cup – einem jährlichen Wettbewerb, der seit über 30 Jahren stattfindet – werden Biere in über 100 Stile eingeteilt. Dazu gehören Pilsner, Alt, Kölsch, dunkles oder helles Hefeweizen, Schwarzbier, Porter, Stout, helles oder dunkles Lager, Doppelbock, Leichtbier, Märzen …
Da nehmen sich die 22 Pyraser Sorten fast bescheiden aus...

Angerwirts Weizen Hell


obergäriges, naturtrübes Vollbier
Stammwürze: 12,2 %
Alkoholgehalt: 5,2 %
Geschichte

Im ländlichen Franken sind Hausnamen bis heute verbreitet: der Name eines Anwesens, der es meist über Generationen begleitet, leitet sich oft vom Beruf oder der Stellung früherer Besitzer ab.
Manchmal ist auch ein Ort beschrieben, wie der Anger, eine freie Wiese oder ein zentraler Dorfplatz. Der „Angerwirt“ Adam Bernreuther hat 1870 die Brauerei neben dem Stammhaus errichtet.
Diese Gründung der Pyraser Landbrauerei ist im Grunde einem Schmetterling zu verdanken: Lymantria monacha ist der Fachname, besser bekannt als der Nonnenfalter. Seine Raupen sind gefährliche Forstschädlinge, die sich um 1865 in den fränkischen Wäldern massenhaft vermehrt hatten.
Auch Adam Bernreuther, der „Angerwirt“, war betroffen. Der größte Teil seiner  kahlgefressenen Bäume musste der Axt zum Opfer fallen. Natürlich versuchte er, das geschlagene Holz an den Mann zu bringen. Aber – es gab einfach zu viel davon, niemand wollte das geschädigte Brenngut kaufen.
Nicht einmal der Bierlieferant, dem der Angerwirt ein guter Kunde war, wollte es abnehmen. Darüber wurde Adam so grantig, dass er sich kurzerhand eine eigene Brauerei baute. Und schon im gleichen Jahr, 1870, wurde das erste Mal mit Pyraser Bier angestoßen.
Das helle, obergärige Hefeweizen mit dem typischen bronzenem Ton ist das  meistgetrunkene Pyraser Weizen. Es schmeckt im Wirtshaus genau so gut wie auf der heimischen Terrasse oder dem Balkon, am besten jedoch in einer geselligen Runde.

Bierstil: obergäriges, naturtrübes Vollbier
Farbe: 12 EBC, bronzefarben
Schaum: feinporig und kräftig
Geschmack: leicht fruchtig, malzaromatisch, nussig, feines Hefearoma
Mundgefühl: spritzig, mild, fruchtaromatisch
Hopfen: Magnum, Cascade
Malz: Weizenmalz, Gerstenmalz
Bittereinheiten: 14 IBU
Stammwürze: 12,2 %
Alkoholgehalt: alc. 5,2 % vol.
Trinktemperatur: 9-11 °C

empfohlene Speisen: Fisch, kräftige Suppen, kalte Vorspeisen, gebackener Camenbert


So traditionell wie die Pyraser Landbrauerei ist auch die Region, in der wir seit jeher ansässig sind. Mit den fränkischen Werten, der Kultur und der wunderschönen Natur sind wir sehr stark verbunden.
Nicht umsonst heißt es schließlich: "Ein kleines Dorf im Frankenland ist durch sein gutes Bier bekannt!"
Damit wir unsere eigenen Qualitätsansprüche auch umsetzen können, arbeiten wir seit Jahren mit unseren beiden Hopfenbauern Willy Schneider aus Obersteinbach und Josef Schmidpeter aus Rudletzholz sehr eng zusammen.
Die beiden Landwirte bauen nahezu ausschließlich für uns Ihren Hopfen an. Gemeinsam mit ihnen planen wir den Anbau verschiedener Hopfensorten.

 

Link: http://www.pyraser.de