Eine kleine Statistik

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Getestete Weissbiere: 311
Brauereien: 213

Wir haben zuletzt getestet am 29.07.2017:

Das Weissbier: Ankerbräu Rieser Hefe-Weizen Hell

Typ:

Hell

So haben wir getestet:

Flasche: 8,8,7,7,7,6

Farbe & Geruch: 8,8,8,8,7,6

Geschmack: 9,7,7,7,6,6

Nachgeschmack: 9,7,7,7,7,6

Und so kam es zu der Gesamtnote von:

7.1345

Unser Fazit:

In schöner Aufmachung wird hier ein in Aussehen und Geruch typisches Weißbier geboten, das im Geschmack mit leicht säuerlicher Note daher kommt.

 

JP

Die Brauerei: Ankerbrauerei Nördlingen

Beschreibung: (Quelle: http://www.ankerbrauerei.de)

Die Anker Mission:

Die Bierwelt ... unendliche Vielfalt. Wir schreiben das Jahr 2012. Dies sind die Abenteuer der Ankerbräu Nördlingen, die mit ihrer 30 Mann starken Besatzung seit nunmehr 404 Jahren unterwegs ist, um neue Bierwelten und Technologien zu erforschen und neue Geschmackserlebnisse zu erkunden. Viele Umdrehungen von den Konzernbieren entfernt, dringt die Ankerbräu mit Ihrer Beer-In-Box Technologie in Marktsegmente vor, die nie ein Mensch zuvor für möglich gehalten hätte. Prooost.

Standort Nördlingen
Die Ankerbrauerei befindet sich in der historischen 20.000 Einwohner Stadt Nördlingen im bayerischen Ries. Das Ries ist eine geologische Formation auf der schwäbischen Alb, welche durch einen gewaltigen Meteoriteneinschlag vor 15 Millionen Jahren entstanden ist.
Nördlingen hat einen fantastischen Bestand an denkmalgeschützten Häusern. Die Altstadt wird ringsum von einer aus dem Mittelalter stammenden, begehbaren Stadtmauer (übrigens deutschlandweit die einzige völlig erhaltene) und fünf Stadttoren umschlossen.
Im Mittelpunkt der Stadt befindet sich die St. Georgs Kirche und der dazugehörenden, 89,9 Meter hohe Turm "Daniel". Über 365 Stufen gelangen Sie in die bewohnte Türmerstube. Der Aufstieg wird durch einen herrlichen Blick auf die Altstadt und die Umgebung belohnt.

Die Anfänge
Seit 1608 werden auf dem Gelände der Ankerbrauerei köstliche Biere gebraut. Das Sortiment reicht vom naturtrüben Kirchweihbier, speziellen Festbieren über Pils, hellen und dunklen Lagerbieren bis zu vier hervorragenden Hefeweizen Sorten.
Das Brauereisymbol, der goldene Anker stammt übrigens nicht von Einwanderern von der Küste, sondern hat seinen Ursprung als Gasthaussymbol, welches den Reisenden einen sicheren Hafen und Unterkunft für die Nacht signalisierte.
Die Ankerbrauerei ist eine moderne, innovative Kleinbrauerei mit einem jährlichen Bierausstoß von 20.000 hl Bier und 10.000 hl Libella Limonade. Im Betrieb sind 20 Vollzeit- und eine Reihe von Teilzeitkräften beschäftigt. Derzeit werden 6 Jugendliche in verschiedenen Betriebsbereichen ausgebildet.
Seit 1990 ist die Ankerbrauerei die letzte verbliebene Brauerei in Nördlingen.
Die Ankerbrauerei und ihre Eigentümer seit 1900
Am 12.Juli 1897 und am 17. Dezember 1897 wurden das Anwesen der Ankerbrauerei, Ankergasse 4, und die dazugehörige Landwirtschaft an das Ehepaar Jakob und Marie Grandel verkauft (Amtsgericht Grundbuchamt Nr. 4077). Zum Anwesen gehörten das heutige Hauptgebäude der Brauerei inklusiv Ankerbräustüble, das Sudhaus, Stall und Scheune. Den größten Anteil machte die Landwirtschaft mit ca. 60 Tagwerk Acker- und Wiesenland aus. Im Preis von 80.000 Goldmark waren ferner eine Kuh, ein Pferd und die Lieferrechte an einen Kunden (Jaumann Munzingen) inbegriffen.
Jakob Grandel war am 27.2.1870 geboren und stammte aus Bächingen bei Gundelfingen. Er war von Beruf Braumeister und heiratete am 21.8.1897, Marie Wetzstein (geb. am 30.6.1876), die Gastwirtstochter aus Appetshofen..
Aus der Ehe zwischen Marie und Jakob Grandel gingen zwei Töchter und ein Sohn hervor. Am 5.8.1898 wurde die erste Tochter Marie, die spätere Frau Wörlen geboren..
Marie Grandel jun. durfte nicht den "Mann ihres Herzens" heiraten. Sie hatte sich standesgemäß, glaubensgemäß und nach Möglichkeit branchengemäß zu verbinden. So entschied sie sich für Georg Wörlen, den Sohn der Lammbrauerei. Georg war Braumeister und brachte 40 000 Goldmark mit in die Ehe. Allerdings wurde ihnen die Brauerei vorerst nicht übergeben. Im Jahre 1921 wurde die Tochter Waltraud geboren. Die ersten 3 Jahre verbrachte sie in Nördlingen. Anschließend zog sie mit den Eltern auf einen Bauernhof nach Niederbayern, wo sie auch aufwuchs.
1938 übernahm Hermann Grandel, der jüngste Bruder von Marie Wörlen (geb. Grandel) die Brauerei. Nachdem dieser im Jahre 1941 zum Kriegsdienst eingezogen wurde, musste das Ehepaar Marie und Georg Wörlen aus Niederbayern zurück nach Nördlingen, um die Geschäfte fortzuführen. Die 20 jährige Tochter Waltraud bewirtschaftete den Bauernhof in Gabelkofen ganz allein mit Kriegsgefangenen weiter. Nachdem Hermann im August 1943 in Russland gefallen war, ging die Ankerbrauerei dann doch in den Besitz von seiner Schwester Marie Wörlen und deren Mann über.
Von 1945 bis Heute
Am 2. Dezember 1945 heiratete Waltraud Wörlen den Kriegsheimkehrer und ehemaligen Offizier Oskar Schneider aus Frankfurt am Main. Nach 5 Jahren zogen sie zu den Eltern nach Nördlingen, damit Oskar im Brauereiwesen Erfahrung sammeln konnte. Aus der Ehe wurden vier Kinder geboren. Die jüngste Tochter Christa verstarb noch als Kleinkind. Nach dem Tode von Georg Wörlen im Jahre 1960, leitete Oskar Schneider gemeinsam mit seiner Schwiegermutter bis zu derem Tode 1973 die Ankerbrauerei.
Im Jahre 1976 übertrug Oskar Schneider die Geschäftsleitung an Wolfgang Koch, dem Mann seiner ältesten Tochter Marle.Wolfgang galt ebenfalls als Seiteneinsteiger, der noch dazu aus Berlin stammte (ein Preuß). Doch als innovativer Diplomingenieur der Elektrotechnik mit mehrjähriger Auslandserfahrung brachte er neuen Schwung in die Brauerei. Nach kurzer Zeit gründete er eine boomende Pizzerien Kette entlang der romantischen Straße. Durch die stetige Modernisierung wurde die Grundlage für ein nachhaltiges Wirtschaften gelegt. Er war Initiator zahlreicher Aktivitäten, die sich zu einer Erfolgsstory entwickelt haben und von hoher regionaler Bedeutung sind. Dazu zählen der Maibaumwettbewerb und die Rieser Verbraucher-Ausstellung während der Nördlinger Mess. Ein besonderes Anliegen war ihm die Förderung ehrenamtlicher Aktivitäten. Er unterstützte die Feuerwehren des Landkreises Donau-Ries in bayernweit beispielloser Art und Weise.
Wolfgang Koch übergab die Geschäftsführung an seinen Sohn Florian Koch im Sommer 2004. Er selbst verstarb völlig überraschend und viel zu früh am 30.9.2005 im Alter von 66 Jahren.
Im Oktober 2010 wurde Sebastian Haag, Cousin von Florian Koch, ebenfalls mit in die Geschäftsleitung aufgenommen. Sebastian Haag ist für die Bereiche Marketing, Vertrieb und die strategische Ausrichtung der Familienbrauerei verantwortlich.

Beer-In-Box - Die Idee
Im heißen Sommer 2003 wurde die Idee für das Bier Verpackungssystem Beer-In-Box bei Ankerbräu geboren.
Ausschlaggebend war der akute Fassmangel, der den Absatz bremste. Man begann sich intensiv mit der Thematik zu beschäftigen und die ersten Versuche durchzuführen.
Die Ausgangslage
Der Bierabsatz in Deutschland ist seit über 20 Jahren rückläufig. Viele Brauereien haben hohe Überkapazitäten und es tobt ein ruinöser Preiskampf im Inland. Im Export bietet sich jedoch die Chance ein zusätzliches Standbein aufzubauen auch oder gerade für Kleinbrauereien mit ihren oft hervorragenden Bierspezialitäten.
Eines der Hauptprobleme beim Export ist der Transport von Mehrweg Gebinden. Während Flaschen meist als Einweg verkauft werden, so ist dies beim KEG-Fass nicht möglich. KEG-Fässer müssen, nachdem Sie entleert wurden, wieder zur Brauerei zum erneuten Befüllen zurückgebracht werden. Die dafür anfallenden Kosten müssen in den Produktpreis eingerechnet werden. Ein weiteres Problem stellt das oft hohe Fassverlustrisiko und die Kapitalbindung dar.
Die BiB Idee war also ein preisgünstiges Einwegsystem für den Fassbereich zu entwickeln.
Das Funktionsprinzip:tl_files/anker/images/beerinbox/bagandbox.jpg
Entzug der Gärungskohlensäure nach der Lagerung, Abfüllung auf Bag-In-Box Beutel und Zusetzen von CO2 während dem Ausschank.
Keine Kohlensäure, kein Druck, kein Fass.
Der kritische Punkt war das erneute Zusetzen von CO2. Wir mußten einen Carbonator für Bier entwickeln, da ein solcher nicht auf dem Markt existierte.
Das Beer-In-Box System hat Marktreife erlangt.
Ankerbräu hat inzwischen alle Schwierigkeiten bei den Prozessen und Komponenten gelöst und die anfänglichen Kinder-Krankheiten sind überwunden. Das System hat Marktreife ist erreicht. Seit April 2008 vertreibt Ankerbräu seine Bierspezialitäten im Beer-In-Box System.

Bierspezialitäten - Rohstoffe
Die Zutaten und die Zubereitung sind für die Qualität eines Produktes von entscheidender Bedeutung. Für unsere Bierspezialitäten verwenden wir nur beste Qualität.
Die Malze stammen von den regionalen Mälzereien Schneider-Landenberger in Nördlingen und Dürrwanger in Wechingen. Diese beziehen das Getreide (Weizen und Braugerste) von den Landwirten der Region. Sämtliche Malzlieferungen werden bei uns auf Ihre Zusammensetzung hin kontrolliert. Dies ist wichtig, um die Brauprozesse optimal auf die saisonalen Schwankungen bei den Rohstoffen (Eiweißgehalt) anzupassen.
Das Brauwasser entspringt den Tiefen des Rieses. Es ist mineralhaltig und von hoher Reinheit, so dass die Stadt Nördlingen gänzlich auf ein Chlorung verzichten kann. Ebenso wenig finden sich schädliche Inhaltsstoffe wie Chlor-Kohlenwasserstoffe oder Atrazin. Als Hopfen verwenden wir den feinsten Aromahopfen aus Spalt. Dieser spezielle Aromahopfen garantiert ein fein nuanciertes Hopfenaroma und ist weltweit gefragt.
Für das Bieraroma, welches sich bei der Gärung zu bilden beginnt und bei der Lagerung vollends entwickelt, ist die Wahl und sorgsame Pflege der Hefe bedeutend. Hier setzen wir auf traditionell bewährte Hefestämme.
Diese vier Rohstoffe bilden, je nach Sorte in unterschiedlicher Zusammensetzung, die Basis für hervorragende, vollmundige, ausgereifte Bierspezialitäten, auf die wir zurecht stolz sind.

Ausrichtung        Mild, fruchtig und hefearomatisch im Geschmack.
Stammwürze     12,7 %
Alkohol                5,2 % vol.
Aussehen          bersteinfarbig, hefetrüb
Blume                 nicht hopfenbetont, fruchtig
Geschmack       mild, frucht- und hefearomatisch, rezentobergärig


 

Link: http://www.ankerbrauerei.de